Ausrüstung zur Flüssigkeitsverarbeitung Kompakt-Milchpasteur MWA für Milch, Rahm und Molke

Übersicht

GEA liefert seit langer Zeit hocheffiziente und sehr zuverlässige Milchseparatoren an Molkereien in der ganzen Welt. Dem Wunsch des Marktes nach kompletten Systemlösungen folgend, haben wir eine Reihe vormontierter und getesteter kompakter Milchpasteure mit integriertem Entrahmungsseparator für Leistungen von 2.000 l/h bis 35.000 l/h entwickelt.

Die Pasteurisierungslinie ist das Herzstück jeder Molkerei

Neben dem Wärmetauscher ist der Entrahmungsseparator, der die Milch in Rahm und Magermilch trennt und gleichzeitig alle Nichtmilchpartikel entfernt, eine Hauptkomponente des Pasteurs.

Unsere Pasteure werden für eine große Bandbreite von Milchprodukten verwendet, wie beispielsweise Trinkmilch (Vollmilch/standardisiert/Magermilch), Rjashenka (hocherhitzte Milch), Käsereimilch, Joghurtmilch, Kefirmilch, Frischkäsemilch, Schlagsahne, Kaffeesahne, Smetana-Sahne, Creme Fraiche, Rahm zur Butterherstellung und andere.

Überragende Qualität

  • Hochwertige Ausführung
  • Äußerst zuverlässige Komponenten
  • Individuelle Anpassung an Kundenwünsche durch modulare Optionen
  • Vollständig CIP-fähig

Vorteile der Kompakteinheit

  • Komplettlösung aus einer Hand
  • Minimale Schnittstellen
  • Genaue Schnittstellendefinition
  • Getestete Einheit
  • Einfache Integration in manuelle oder automatische Umgebung
  • Minimaler Installationsaufwand
  • Minimale Inbetriebnahme-Anforderungen

Kundenvorteile

  • Komplette Verfahrenslösung aus einer Hand
  • Niedriger Energieverbrauch durch hohe Wärmerückgewinnung
  • Fertigungsstandard nach ISO 9001
  • Eine Steuerung für Separator und Pasteur
  • Wirtschaftlicher Betrieb mit zuverlässigen Prozessmodulen

 

Milchpasteur

Der Grundaufbau des Milchpasteurs sorgt für einen kurzen Erhitzungsprozess mit integrierter Milchreinigung und -entrahmung. Kalte Rohmilch aus einem Lagertank wird in einen Vorlauftank geleitet und in die erste Erhitzersektion gepumpt.

Mit einer Temperatur von ca. 55 °C wird die Milch in den Separator gespeist, wo sie in Magermilch und Rahm getrennt wird. Die Rahmkonzentration ist zwischen 28 bis 45 Prozent einstellbar.

Im Separator wird die Milch durch Zentrifugalkraft von Nichtmilchpartikeln gereinigt. Der GEA ecocream ist selbstreinigend und verfügt über eine automatische zyklische Entleerung der abgetrennten Feststoffe.

Der Rahm wird mit ca. 55 °C an einen Kühler oder in eine Zwischenlagerung übergeben. Vor der weiteren Verwendung muss der Rahm separat pasteurisiert werden. 

Anschließend wird die Magermilch weiter auf 74 °C erhitzt und verbleibt mit dieser Temperatur für 15 s in einer Haltestrecke. Die Pasteurisierungstemperatur wird kontinuierlich überwacht und aufgezeichnet. Ein automatisches Umschaltventil am Ende des Haltestrecke leitet unzureichend pasteurisierte Milch zurück in den Vorlauftank, falls die Temperatur unter den Grenzwert abfällt. 

Anschließend wird die Milch in die regenerativen Kühlabteilungen zur Erwärmung der zulaufenden Rohmilch gespeist. Der Rückgewinn von 92 Prozent der thermischen Energie verringert den Energiebedarf der Anlage auf ein Minimum. Abschließend wird die Milch mittels Eiswasser auf eine Lagertemperatur von 4 °C bis 8 °C heruntergekühlt.

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Milchpasteur - Optionen

Je nach individuellen Produktionsanforderungen kann die Grundanlage durch eine große Bandbreite an Optionen aufgerüstet werden.

Entkeimungsseparator

Zur Reduzierung hitzeresistenter Sporen, die in pasteurisierter Milch vorhanden sein können, kann ein Entkeimungsseparator integriert werden. Dies wird für die Herstellung von Käse mit niedrigem Nitratgehalt empfohlen.

Standardisierung

Häufig wird die Einstellung eines definierten Fettgehalts unterhalb des Rohmilch-Fettgehaltes anstelle einer vollständigen Entrahmung gefordert. Dies wird durch eine teilweise Rückführung von Rahm in die Magermilch erreicht. Optionale manuelle Standardisierungsausrüstung oder die bewährte vollautomatische GEA Standomat sind verfügbar.

Entgaser

In einigen Fällen ist ein Entgaser erforderlich, um die Milch zu desodorieren.

Homogenisator

Ein Hochdruck-Homogenisator ermöglicht Größenreduzierung und gleichmäßige Verteilung der Fettkügelchen sowie hinzugefügter Pulverpartikel, um eine Sedimentierung oder Aufrahmung während der Lagerung zu verhindern.

Hocherhitzung

Je nach Produktionsphilosophie des Kunden kann der bakteriologische Status der pasteurisierten Milch durch Erhöhung der Pasteurisierungstemperatur verbessert werden. Dies ist eine von mehreren Maßnahmen zur Erhöhung der Haltbarkeitsdauer des Endprodukts.

Verlängerte Haltezeit

Ein zusätzlicher Effekt der gleichen Art wird durch Verlängerung der Haltezeit erreicht. Einige Produkte erfordern ebenfalls diese starke Erhitzung, um eine Änderung in den chemischen Strukturen der Milch zu erreichen. Meist wird dies in der Verarbeitung von Joghurtmilch angewendet.

 

Differenzdruckregelung

Die europäische Gesetzgebung für Milch fordert eine Sicherheitsfunktion gegen eine mögliche Kontamination pasteurisierter durch unpasteurisierte Milch im Falle eines Plattenbruchs im Wärmetauscher. Dies kann dadurch sichergestellt werden, dass mithilfe einer Druckerhöhungspumpe und eines Konstantdruckventils ein höherer Druck auf der Seite der pasteurisierten Milch gehalten wird.

Nacherhitzung

Wenn die pasteurisierte Milch durch Fermentation weiter verarbeitet wird, wird eventuell eine erhöhte Endtemperatur von 27 °C bis 40 °C erforderlich. In diesem Fall kann der Eiswasserkühler alternativ zum Kühlen oder zum Erhitzen verwendet werden. Diese Option wird für die Herstellung von Käse, Joghurt, Kefir oder Frischkäse empfohlen.

Automatisierungs-Niveau

Die in der Grundanlage enthaltene halbautomatische Steuerung kann auf eine vollautomatische Steuerung aufgerüstet werden. In einer automatisierten Umgebung ist ein Signalaustausch über digitale E/A's oder über Profibus möglich.

Rahmkühler

Der Rahm wird mit einer Temperatur von etwa 55 °C aus dem Separator ausgetragen. Für eine längere Lagerung sollte er auf 8 °C bis 12 °C gekühlt werden.

Rahmpasteur

Der aus dem Separator ausgetragene Rahm ist nicht pasteurisiert und muss als Rohrahm angesehen werden. Abhängig von der Weiterverarbeitung muss der Rahm pasteurisiert werden, was in der Regel bei 95°C für 15 s erfolgt. Der Rahmpasteur kann in einem Gestell zusammen mit dem Milchpasteur montiert werden.

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