Gaswäschetechnologie Aerosol-Abscheideranlagen

Unmittelbar vor der Venturikehle wird eine geeignete Waschflüssigkeit mittels spezieller Düsen eingespritzt und homogen über den gesamten Querschnitt verteilt.

Der starke Anstieg der Strömungsgeschwindigkeit in der Venturikehle führt zur Erzeugung von sehr kleinen und schnellen Flüssigkeitströpfchen. Die hohe Relativgeschwindigkeit zwischen den abzuscheidenden Partikeln und den Tröpfchen der Waschflüssigkeit führt zu einer sehr hohen Kollisionshäufigkeit zwischen Partikeln und Tröpfchen und somit zu einer guten Partikelabscheidung, insbesondere bei sehr kleinen Partikeln (Aerosolen).

Funktionsweise

Zur Beschleunigung des Gasstroms muss Energie erzeugt werden. Dies bewirkt einen Druckabfall im Gasstrom, der ein ungefähres erstes Maß für die Trennleistung ist.

Die Venturikehle und der Ringspalt kann mithilfe einer einstellbaren Regeleinheit verändert und somit an verschiedene Gasmengen angepasst werden.

Die Abscheidung der mit Partikeln beladenen Tröpfchen erfolgt an einem anderen entsprechenden Tropfenabscheider. Normalerweise wird hierzu ein Zentrifugalseparator oder ein Tropfenabscheider verwendet. 

Um eine maximale Abscheidung zu erreichen, muss das Abgas vor dem Eintritt in die Venturikehle mit Wasserdampf gesättigt werden. Die Sättigung erfolgt über eine entsprechende Düsenanordnung im Eintrittsbereich des Gases in den Venturiwäscher, ähnlich wie beim Heißgas-Quenchen. 

 

Vorteile

  • Waschfunktion sofort verfügbar (keine Stillstandszeit)
  • Abscheidung von Aerosolen
  • Breiter Lastbereich, effizienter Teillastbereich aufgrund einer steuerbaren Venturikehle
  • Unempfindlich gegenüber Verschmutzung, hohe Betriebssicherheit
  • Wartungsarm
  • Breite Anwendungspalette, kann flexibel kombiniert und erweitert werden
  • Lieferbar in allen Materialien  

Anwendungen

  • Leistungsbereich bis zu 200.000 m³/h Gasdurchsatz
  • Partikel- und Aerosolabscheidung