Sterilisation der Flaschen Aseptic Blow Fill System ABF

Das ABF-System sorgt für Sterilisation, Ausblasen und Füllung von PET-Flaschen in einer sterilen Umgebung und erfüllt so die strengsten Validierungsprotokolle für HA und LA.

Aseptic Blow Fill (ABF) ist weltweit die erste rotierende, aseptische Blasformmaschine mit einer integrierten aseptischen Abfüll- Verschließanlage. Das Prinzip beruht auf der Sterilisation der Preform mit Wasserstoffperoxid am Austritt des Ofens. Anschließend werden die Preforms mit steriler Luft in einer sterilen Umgebung ausgeblasen; sie behalten diese Sterilität dann im gesamten Abfüll- und Verschließprozess.

Das Konzept

Dieses System reduziert den Einsatz von Chemikalien und benötigt in der Produktion kein Wasser. Durch den Wegfall von Luftfördersystemen, Sterilisations- und Spülkarussels und der UHT-Wassersterilisation wird der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert. Das ganze System ist kompakter als die traditionelle Technologie und benötigt weniger Bedienungspersonal.

ABF ist ein extrem flexibles System, das pro Stunde bis zu 48.000 500-ml-Flaschen blasen und füllen kann, und welches bis zu 165 Stunden ohne eine zwischengeschaltete SOP während der Herstellung arbeiten kann. Es arbeitet entsprechend dem jeweiligen Produkt auf verschiedenen Niveaus der Dekontaminierung: dies ermöglicht den Einsatz von Produkten mit verschiedener Lebensdauer - aseptische Getränke mit niedrigem oder hohem Säuregehalt - können mit dem gleichen System abgefüllt werden.

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Aseptisches Blasformverfahren

Preforms-Sterilisation mit Wasserstoffperoxid
Preforms-Sterilisation mit Wasserstoffperoxid

Airstar ist die erste echte aseptische Blasformanlage und integraler Bestandteil des ABF-Systems. Bei der Konzipierung standen die aseptischen Eigenschaften von Anfang an im Mittelpunkt. Eine Schlüsselentscheidung bestand darin, die Preforms kopfüber auszublasen, und sie ermöglichte die Positionierung aller Komponenten, die nicht gereinigt werden können, außerhalb der sterilen Zone.

Die elektrischen Komponenten befinden sich über der sterilen Zone. Alle mechanischen Komponenten sowie alle Komponenten, die eine Schmierung benötigen, befinden sich unterhalb der sterilen Zone. Alle Oberflächen in der sterilen Zone sind zugänglich und sehr einfach zu reinigen.

Die sterilen Preforms werden mit steriler Luft ausgeblasen. Die sterilen Flaschen werden anschließend in die aufrechte Position und zum aseptisch Abfüllkarussel gebracht.

Flaschen mit geringem Gewicht

GEAs revolutionäre ABF-Technologie, die in einzigartiger Weise Preforms sterilisiert, bevor sie in ihre endgültige Form geblasen werden, hat eine Gewichtsreduzierung der zu füllenden Flaschen ermöglicht. Da die Preform aus dickerem Material besteht als die Flasche selbst, ist es möglich, bei der Sterilisierung mit höheren Temperaturen ohne das Risiko einer Schrumpfung zu arbeiten, das die Form der Flaschen beeinträchtigen könnte.

Dadurch lässt sich das Flaschengewicht im Vergleich zu traditionellen aseptischen Systemen reduzieren. So hat GEA zum Beispiel einen neuen leichtgewichtigen PET-Flaschentyp entworfen, der 25 % leichter ist als der zuvor genutzte: die neue 500-ml-Standardflasche für aseptische Füllung wiegt nur etwa 12 Gramm im Vergleich zum Vorgängermodell mit 16 Gramm. Dank der Zusammenarbeit mit Bericap wurde eine weitere Innovation der Flaschenform durch den 33/15 Hals mit Doppelgewinde möglich.

Die aseptische Abfüllung in 12-g-Flaschen ist der neue aseptische Weg, die Produkte der Kunden zu schützen und zu konservieren. Die Reliefgrafik auf der 12-g-Flasche, die von der Skizze "Studie der Hände" des Universalgenies der Renaissance, Leonardo Da Vinci, inspiriert wurde, illustriert die Hauptbotschaft an GEA Procomac Kunden: Ihr seid in sicheren Händen.

Auch das um 25 % reduzierte Gewicht hat eine fundamentale positive Auswirkung für Hersteller: die Herstellungskosten werden so pro Flasche um 25 % gesenkt, die fossilen Rohstoffe geschont und die Umwelt geschützt; außerdem reduzieren sich die Transportkosten und die Recyclingkosten durch das niedrigere Gesamtgewicht.

Sterilisation der Verschlusskappen

Sterilcap VHP cap sterilizer
Sterilcap VHP cap sterilizer

Das perfekte Verschlüssesterilisationssystem für die GEA Procomac ABF ist Sterilcap VHP; diese Maschine basiert auf dem TROCKEN-Sterilisierungseffekt von H2O2 in Dampfform bei korrekter Konzentration und Temperatur. Das Design der Rutschen in der Maschine stellt sicher, dass alle Verschlussoberflächen exponiert sind und abgeschattete Flächen vermieden werden.

Sterilcap VHP kombiniert eine zuverlässige und effektive Behandlung mit einer Senkung um bis zu 6 Log-Stufen bei schonendem Umgang mit den Verschlüssen ohne Entfernen des Gleitmittels; Deformationen werden auf diese Weise vermieden.

Sterilcap VHP ist sehr kompakt und ist oben an der Füllanlage angeordnet, um den Verschließer mittels Schwerkraft zu beschicken. Dieses System kann auf der gleichen Maschine sowohl Sport Caps als auch flache Verschlüsse verarbeiten. Der Produktwechsel kann schnell, ohne jeglichen mechanischen Eingriff und ohne Verlust der Sterilität durchgeführt werden.

Zusätzlich zu der exzellenten Sterilisierungsleistung ist Sterilcap VHP so ausgelegt, dass stets ein Verschlüssepuffer erzeugt wird, der die notwendige Redundanz garantiert, die für die Blasfüll-Technologie erforderlich ist: sollte es zu einem Stau im Verschlüssefluss kommen, kann der aseptische Blasfüllblock ohne Verlust von Preforms oder Flaschen geleert werden.

Sterilcap VHP kann auch als Einzelplatz-Konfiguration als Nachrüstung zu nassen aseptischen PAA-Anlagen von GEA für Trockenlösungen und Sportkappen-Handhabung angeboten werden.