Sobald der Feststoffgehalt in der zu verarbeitenden Suspension besonders hoch ist, schlägt die Stunde der Dekanter. Sie sorgen für hohe Klärleistung und höchstmögliche Entwässerung oder trennen zwei Flüssigkeiten bei gleichzeitiger Abscheidung der Feststoffe. Wesentliche Voraussetzungen hierfür sind u.a. eine hohe Trommeldrehzahl, ein leistungsstarker Antrieb für die Förderschnecke und eine Schneckendrehzahl, die sich der Feststofflast im Zulauf automatisch anpasst.

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und des technologischen Know-hows von GEA kann der Dekanter für die verschiedensten verfahrenstechnischen Aufgaben eingesetzt werden, vom Klären über Trennen, Klassieren, Konzentrieren und Waschen bis hin zur Extraktion.

Mit Klärdekantern werden die Feststoffe der Suspension abgeschieden, die so geklärte Flüssigkeit ist daher praktisch frei von Feststoffen. Entwässerungsdekanter sorgen für eine maximale Konzentration der Feststoffe, so dass diese so trocken wie möglich aus dem Dekanter ausgetragen werden. Trenndekanter wiederum trennen zwei ineinander nicht-lösliche Flüssigkeiten voneinander bei gleichzeitiger Abscheidung der Feststoffe. Klassierdekanter unterteilen die Feststoffe der Suspension in eine Feinfraktion und eine Grobfraktion. Extraktionsdekanter mischen eine Flüssigkeit, die einen Feststoff oder ein Extrakt enthält, mit einem flüssigen Agens. Dieses extrahiert den Feststoff oder das Extrakt, so dass sich diese nach dem Vermischen im verwendeten Lösungsmittel befinden. Dabei besteht die Möglichkeit, im Dekanter eine Gleichstrom-, Gegenstrom- oder Verdünnungswäsche der suspendierten Feststoffe zu integrieren.