Pünktlich zur drinktec 2017 komplettiert Maschinenbauer GEA die wegweisende aseptische Blas- und Fülltechnologie durch GEA Sterilfoil VHP L: Es sterilisiert Aluverschlüsse von Plastikflaschen und bietet der Industrie damit eine bisher unerreichte Flexibilität bei Verschlusslösungen.

Im wettbewerbsintensiven Markt für Milchprodukte behaupten sich die Akteure, die flexibel auf die Dynamik neuer Trends und auf die hohen Verbraucheransprüche reagieren. Produktionsanlagen müssen deshalb mehrere Produktlinien bearbeiten können und in der Lage sein, neue Erzeugnisse zu entwickeln und diese schnell und profitabel auf den Markt zu bringen. Auf der drinktec 2017 hat nun ein System Premiere, das der Branche in Kombination mit dem GEA Portfolio an aseptischen GEA Abfüll- und Verschließlösungen genau diese Freiheit gibt: Mit GEA Sterilfoil VHP L, das sterile Folienverschlüsse auf HDPE- und PET-Flaschen anbringt, beweist GEA seine Innovationskraft als Marktführer und zuverlässiger Partner der milchverarbeitenden Industrie. 

Aseptische Linie mit GEA Sterilfoil VHP L für Folienverschlüsse

Sterilfoil VHP L ist ein integriertes aseptisches System zum Verschließen von Flaschen aus Hart-Polyethylen (HDPE) mit Alufolie, ganz gleich, ob die Getränke einen hohen oder niedrigen Säuregehalt haben. Gemeinsam mit der ABF-Technologie (Aseptic Blow Fill) von GEA verwendet, ist es möglich, das Blasen und Befüllen der Flasche sowie deren Verschluss mit Folie auf einer einzigen aseptischen PET-Linie vorzunehmen. Bei der Entwicklung von Sterilfoil hat GEA seine gesamte Erfahrung und all sein Engineering-Know-how eingebracht. Das Ergebnis: Das System verschließt bis zu 48.000 Flaschen pro Stunde mit einem Fassungsvermögen zwischen 200 Millilitern und 2,5 Litern. Bei Bedarf können in einem nachgeschalteten Schritt auch Schraubverschlüsse angebracht werden.

Keimreduktion bis zu 6 Log

Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Das lineare System Sterilfoil ist oben auf dem Verschließbereich angebracht und in den mikrobiologischen Isolator der Maschine integriert. Es verwendet verdampftes Wasserstoffperoxid (VHP), um die Alufolie hochwirksam mikrobiologisch zu entkeimen. Hierbei erreicht sie bis zu 6 Log (für B.atrophaeus) und mehr. Die Folien werden durch einen speziellen kompakten Sterilisationsschacht geschoben und gleichzeitig von innen und außen durch unter Druck stehendes VHP dekontaminiert. Der Sterilisationsschacht wird auf beiden Seiten elektrisch beheizt, um das Kondensieren des trockenen Wasserstoffperoxids H2O2, Folienstaus und Schäden zu vermeiden, die später zu einer schlechten Leistung in der Folienwickeleinheit führen würden. GEA verwendet Heizelemente mit Siliziumoberfläche, um die Temperatur über die gesamte Oberfläche hinweg konstant zu halten. 

Folienverschlüsse für Sicherheit und Premiumsegment

HDPE-Flaschen sind in der Milchindustrie gefragt, besonders für die Verpackung von ESL-Milch (mit erhöhter Haltbarkeit), Milchprodukten und Trinkjoghurts. HDPE bietet – ähnlich wie Karton – natürlichen Schutz vor Licht und Sauerstoff, welche die Haltbarkeit dieser sensiblen Produkte ansonsten erheblich beeinträchtigen würden. Darüber sind HDPE-Flaschen auch aus ästhetischen Gründen bei Verpackungsdesignern und Kunden zugleich beliebt: 

Von Natur aus ist HDPE biegsam, deshalb brauchen diese Flaschen zur Abdichtung zwingend Folien. Ein Schraubdeckel allein würde für einen luftdichten, sicheren Verschluss nicht ausreichen. Schraubverschlüsse werden oft als zusätzliche Sicherung verwendet, besonders bei großformatigen Flaschen. Bei PET-Flaschen kommen Alufolien zum Einsatz, wenn der Verschluss den Flaschenhals nicht optimal abdichtet oder wenn der Markeneigner seinem Produkt eine Premium-Anmutung verleihen möchte.

Gilt für alle aseptischen Karussell-Abfüllsysteme

GEA hat die neue Sterilfoil-Technologie für alle aseptischen Karussell-Abfüllsysteme (ABF = Aseptic Blow Fill) des Unternehmens eingeführt. GEA ABF mit integrierter Blas-, Abfüll- und Verschließfunktion stellt für die aseptische Abfüllung seit Markteinführung 2011 einen technologischen Meilenstein dar, der die Gesamtbetriebskosten wesentlich reduziert. Das Prinzip von ABF basiert darauf, anstatt der fertigen Flasche die Preform am Ofenausgang mit H2O2 zu sterilisieren, diese dann mit Sterilluft in einer sterilen Umgebung zur Flasche zu blasen und die Sterilität während des gesamten Befüll- und Verschließvorgangs aufrechtzuerhalten. Dieser Prozess minimiert den Einsatz von Chemikalien, erfordert keine Flaschenspülung, ermöglicht ein einfacheres und kompakteres Layout und reduziert den Energieverbrauch.

Fortsetzung der Innovation

Seit 2011 haben die Ingenieure von GEA das Design der ABF-Anlage kontinuierlich optimiert: Ein aktuelles technisches Upgrade besteht beispielsweise in der Einführung von elektrischen Streckstäben, die das Fenster für den Blasvorgang deutlich vergrößern. Die Einführung von GEA Sterilfoil VHP L als Teil des ABF-Angebots von GEA erhöht die Flexibilität weiter, sorgt für einen nachhaltigen Einsatz natürlicher Ressourcen und verhilft dem Betreiber zu voller Kostenkontrolle.

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