GEA entwickelt weltweit erstes nicht-invasives Sauerstoffmesssystem für MAP-Verpackungen – 100 Prozent Qualitätskontrolle – GEAs Beitrag gegen Nahrungsmittelverschwendung

Zur interpack 2017 stellt GEA unter dem Motto „packed with inspiration“ Technologien zum Verpacken und Verarbeiten von Nahrungsmitteln, Süß- und Backwaren, Getränken, medizinischen und technischen Produkten sowie Pharmazeutika vor (Halle 7a, Standnummer B09/B31). Die Weltleitmesse der Verpackungs- und Prozessindustrie öffnet von heute an bis zum 10. Mai ihre Tore und auch in diesem Jahr werden wieder mehr als 170.000 Fachbesucher aus 190 Ländern erwartet. GEA konzipiert seine Prozesslösungen kundenorientiert – für eine stark reglementierte Branche, für empfindliche Verpackungsinhalte und für kritische Verbraucher.

Innovation des Jahres auf dem GEA Stand ist GEA OxyCheck, das weltweit erste Inline-Messsystem, das 100 Prozent aller unter Schutzatmosphäre verpackten Nahrungsmittel einer Produktion auf Sauerstoffgehalt und Dichte prüft. Neuheit ist: Jede einzelne MAP-Verpackung (MAP = Modified Atmosphere Packaging) wird nach dem Versiegeln im GEA Thermoformer berührungslos untersucht, ohne sie wie bis dato üblich mit einer Nadel zu zerstören. Aufwendige Stichprobenkontrollen entfallen, Folie und Versiegelung bleiben intakt, Produkt und Material gehen nicht verloren. Damit leistet GEA als Mitglied der Initiative „SAVE FOOD“ auch einen Beitrag zur Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten im Herstellungsprozess.

Im Interesse von Hersteller, Handel und Verbraucher

Kritische Verbraucher, die immer mehr Wert auf sicher und frisch verpackte Nahrungsmittel legen, waren einer der ausschlaggebenden Gründe für GEA, das Messsystem GEA OxyCheck zu entwickeln: „Wir betrachten Konsumentenwünsche ebenso wie die der Einzelhändler, die länger haltbare Produkte fordern. Beides hat Auswirkungen auf die Ansprüche an Hygiene und Qualität, die wiederum die Hersteller erfüllen müssen“, sagt Volker Sassmannshausen, zuständiger Produktmanager bei GEA. „Von GEA OxyCheck profitieren alle drei Zielgruppen, denn das System trägt dazu bei, dass Nahrungsmittel in perfektem Zustand zum Käufer gelangen.“

Den Wert für MAP-Verpackungen steigern

Heutzutage wird mehr als die Hälfte der im Handel angebotenen frischen Lebensmittel – Fleisch, Fisch, Geflügel, Obst und Gemüse, Back- und Süßwaren, Milchprodukte – unter Schutzatmosphäre verpackt. Dabei wird vor dem Versiegeln ein Gasgemisch aus Kohlendioxid und Stickstoff eingeleitet, um die Zersetzung der Produkte zu verlangsamen und damit ihre Haltbarkeit zu verlängern. Naturgemäß verbleibt ein geringer Anteil an Sauerstoff in der Verpackung, der einen Grenzwert nicht überschreiten darf, damit die Waren nicht frühzeitig verderben. GEA OxyCheck übernimmt die wichtige Aufgabe, den Restsauerstoffgehalt direkt während der Produktion in der Tiefziehmaschine GEA PowerPak zu überwachen.

Sensorspot auf Folieninnenseite gibt Aufschluss über Sauerstoffgehalt

Die GEA Technologie nutzt einen auf die Folieninnenseite gedruckten Sensorspot, der aus einem fluoreszierenden Farbstoff auf Polystyrol-Basis besteht. Ähnlich einem Indikatorstreifen verändert sich die Wellenlänge des Farbstoffs je nach Sauerstoffgehalt in der Verpackung. Sensoren im GEA PowerPak-Thermoformer regen diesen Sensorspot an und lesen ihn aus. GEA hat dazu eine spezielle Methode entwickelt, um die Lichtemission in Abhängigkeit von der Temperatur in Sauerstoffkonzentration umzurechnen. Das neue Messsystem beeinflusst weder Liniengeschwindigkeit noch Durchsatz des GEA PowerPak.

Nahrungsmittel und Verpackungsmaterial werden nicht verschwendet

Bisher wird der Sauerstoffgehalt in MAP-Verpackungen stichprobenartig – in der Regel bei weniger als 0,5 Prozent der produzierten Verpackungen – gemessen. Dazu werden sie aus der laufenden Produktion entnommen und mittels einer Sonde untersucht. Erfüllt eine Verpackung die Spezifikationen nicht, wird die Linie angehalten, die gesamte Produktion bis zum letzten Kontrolldurchgang vernichtet. Doch selbst fehlerfreie Verpackungen müssen entsorgt werden, weil die Nadeln diese während des Testens zerstören. GEA OxyCheck hingegen arbeitet zum einen vollkommen berührungsfrei, weder das Produkt und noch das Material werden verschwendet. Zum anderen werden 100 Prozent der Produktion kontrolliert. Schließlich gelangen nur einwandfreie Verpackungen in die Lieferkette. Sassmannshausen ergänzt: „ Wir helfen Nahrungsmittelherstellern zudem, kostspielige Rückrufaktionen für gesamte Chargen zu vermeiden, die Einzelhändler beispielsweise aufgrund eines einzigen vorzeitig verdorbenen Produkts auslösen können.“

Sicheres Ergebnis, sichere Technologie

GEA OxyCheck ist von der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA freigegeben und entspricht den relevanten EU-Verordnungen für Material mit Nahrungsmittelkontakt. Die Flüssigkeit ähnelt dem Material, aus dem die Verpackungsfolien hergestellt werden. Die Sensoren arbeiten mit dem gepulsten Licht einer LED, was sowohl für die Ware als auch für das Bedienpersonal unbedenklich ist. Das Verfahren beeinflusst weder die Zusammensetzung der Schutzatmosphäre noch den Packungsinhalt. Zunächst für die horizontalen Thermoformer der PowerPak-Linie entworfen, wird GEA OxyCheck auch für andere MAP-fähige Maschinen als Sonderausstattung oder Nachrüstung erhältlich sein. In Zukunft bietet GEA das System zudem für andere Anwendungen wie den vertikalen Thermoformer an. 

„SAVE FOOD“ – SAFE FOOD mit GEA OxyCheck

Bereits im Jahr 2013 hat sich GEA der Initiative „SAVE FOOD“ angeschlossen, die gegen Nahrungsmittelverschwendung kämpft. Angesichts der Herausforderung, die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern, wollen die Mitglieder Lebensmittelverluste entlang der Wertschöpfungskette reduzieren. Denn noch heute gehen aus verschiedenen Gründen circa ein Drittel der produzierten Lebensmittel – 1,3 Milliarden Tonnen im Jahr – verloren. Ein Fokus der Initiative richtet sich auf sichere, ressourcenschonend konzipierte und applizierte Verpackungen. Hier setzt der Düsseldorfer Technologiekonzern GEA als einer der TOP-Ausstatter der nahrungsmittelverarbeitenden Branche an: ohne „safe food“ kein „SAVE FOOD“. „Wir sind der Ansicht, dass wir der Fehlentwicklung der vergangenen Jahre nur durch maximale Produktsicherheit entgegenwirken können“, erklärt Sassmannshausen, warum GEA der Initiative beigetreten ist. „Deshalb befähigen wir die Industrie durch unseren Technologievorsprung, Nahrungsmittel sicher herzustellen und allein schon in der Produktion Ausschuss zu vermeiden. Mit GEA OxyCheck leisten wir unseren Beitrag im Kampf gegen Nahrungsmittelverschwendung."

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