Zur drinktec 2017 (Halle A3/ Stand 313) stellt GEA erstmals den zurzeit leistungsstärksten Homogenisator seiner Klasse vor: den GEA Ariete Homogenizer 5400. Der 5-Kolben-Homogenisator kann 80.000 Liter pro Stunde bei 120 Bar verarbeiten und verfügt damit über ein Viertel mehr Leistung als bis dato in der Branche üblich. Er ist so flexibel einsetzbar, dass er für jede Anwendung in der Milch-, Getränke- und Pharmaindustrie geeignet ist, denn die Durchsatzleistung kann für pharmazeutische Anwendungen auf bis zu 5.000 Liter pro Stunde reduziert und der Druck auf 1.500 Bar erhöht werden.

„Marktanalysen zeigen deutlich, dass Kunden – speziell aus der Nahrungsmittel- und Milchindustrie – größere, leistungsfähigere und effizientere Homogenisatoren benötigen, wenn sie mit der Nachfrage Schritt halten und gleichzeitig ihrer Umweltverantwortung gerecht werden wollen“, sagt Massimiliano Benassi, verantwortlich für die Produktentwicklung von Homogenisatoren bei GEA.

Gemeinsam mit Kunden entworfen

Bei der Entwicklung des Ariete Homogenizer 5400 stand das Gespräch mit Kunden im Fokus. Massimiliano Benassi: „Wir haben von Anfang an wichtige Kunden aus der Milchindustrie eng ins Projekt einbezogen. Zum Beispiel wollten unsere chinesischen Kunden, dass wir einen Homogenisator liefern, der größere Produktmengen produzieren und gleichzeitig Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz garantieren kann. Außerdem wussten wir, dass einige US-Unternehmen ihre kleineren Produktionsstätten zusammenlegten und somit Homogenisatoren mit wesentlich höherer Kapazität benötigten. Im Jahr 2015 begannen wir mit einer Machbarkeitsstudie und der Produktentwicklung, um die Vorgängermodelle nach Marktwünschen zu verbessern. Inzwischen bestätigen uns die erfolgreichen Pilotanlagen, dass wir im Begriff sind, die beste Homogenisator- und Pumpenserie der Welt auf den Markt zu bringen."

Vielseitig einsetzbar

Sämtliche produktberührten Bauteile gewährleisten einen optimalen Produktfluss, nicht nur für Milch, sondern auch für viskose Stoffe, wie zähflüssige Milchnebenprodukte mit hohem Feststoffgehalt. Das Aggregat kann allein durch den Austausch des Pumpventils mit demselben Zylinderblock für andere Produktionslinien und Anwendungen eingesetzt werden, etwa für hochviskose statt niedrigviskoser Produkte.  

Sieben Prozent sparsamer

Unternehmen legen heutzutage großen Wert auf eine hohe Anlageneffizienz, denn steigende Energiekosten sind eine ständige Herausforderung für Hersteller. Sowohl unter Nachhaltigkeitsaspekten als auch aus Sicht der Kundenakzeptanz sind technischen Neuentwicklungen nur dann erfolgreich, wenn sie den Energieverbrauch und folglich auch Emissionen mindern. 

Tatsächlich ist der Ariete Homogenizer 5400 im Marktvergleich sehr sparsam: Durch den Einsatz eines einzigen Homogenisators, wo vorher zwei notwendig gewesen wären, spart der Betreiber sowohl Energie als auch bei Wartung, Ersatzteilen und Stellfläche. Darüber hinaus konnten GEA Ingenieure die Energieausnutzung der GEA Ariete Pump 5400 um sieben Prozent steigern. Um 1.000 Liter Milch zu pasteurisieren, benötigt die Pumpe 2,8 statt drei Kilowatt bei ähnlichen Aggregaten. Der Wasserverbrauch ist mit acht Litern gegenüber den üblichen 12,6 Litern wesentlich geringer. 

Betriebskosten im Blick

Die große Fronttür bietet einfachen Zugang zu den kritischen Bereichen des Aggregats und erleichtert so Betrieb und Wartung. Der verstärkte Unterbau übertrifft jedes andere Modell auf dem Markt an Stabilität. Es läuft hierdurch leiser und vibrationsärmer, was sich vorteilhaft auf den Verschleiß kritischer Teile auswirkt. Durch seine Anordnung innerhalb der Verkleidung dämpft der Einlaufverteiler ebenfalls die Geräuschentwicklung. Totzonen werden dank der optimierten Strömungsdynamik vermieden, die Reinigung wird effizienter. Das Aggregat verfügt über ein geneigtes Außengehäuse, wodurch eine Außenreinigung problemlos möglich ist. Der Motor ist sicher und einfach zugänglich. Insgesamt minimieren das saubere Design, der unkomplizierte interne Zugang und die einfache Straffung des Antriebsriemens den Wartungsaufwand. Mit diesen Faktoren trägt GEA einer weiteren Anforderung aus der Industrie Rechnung, denn die Betriebskosten (TCO, Total Cost of Ownership) entlang des Lebenszyklus einer Produktionsanlage erhalten bei Investitionsentscheidungen immer mehr Gewicht.

Zusätzliche Features

Der Ariete Homogenizer 5400 ist auch mit einem kleineren Motor mit 315 Kilowatt erhältlich (GEA Ariete Homogenizer 5315). Diese beiden Modelle ersetzen die Vorgänger Ariete NS5355 und Ariete NS250. Sie bilden die Spitze der Homogenisatoren-Reihe von GEA. Weitere Merkmale der Serie sind: 

  • das Ventil GEA NanoVALVE, das den für eine effektive Homogenisierung erforderlichen Druck um bis zu 30 Prozent reduziert, 
  • GEA NiSoPURE, die den Wasser- und Dampfverbrauch bei aseptischen Arbeitsschritten um bis zu 90 Prozent senkt, 
  • sowie ein GEA Ölreinigungssystem (OPS = Oil Purification System), das die Altölmenge verringert, die Wartung verkürzt und bis zu vier Mal längere Wartungsintervalle ermöglicht. 
Zurück