GEA feiert auf der drinktec 2017 (Halle A3/ Stand 313) Premiere der Ventilsitzdichtung TEFASEP® gold. Neben den bisher verfügbaren Standard-Elastomerwerkstoffen wie beispielsweise EPDM und FKM ist nun mit TEFASEP® gold auch eine harte Dichtungsoption verfügbar. Sie besteht aus einem speziell entwickelten Thermoplast. Dieser ist so temperatur- und chemikalienbeständig, dass er Sterilisationsprozesse mit Temperaturen von 121 °C bis zu 160 °C aushält, wie sie für die hoch-hygienische oder aseptische Verarbeitung von beispielsweise UHT-Milch, Babynahrung und Softdrinks unerlässlich sind. Vorteilhaft ist, dass TEFASEP® gold gleichzeitig in klassischen UltraClean-Prozessen mit einfacher Heißreinigung ohne Sterilisation einsetzbar ist. Die Ventile können daher noch besser auf Kundenprozesse abgestimmt werden – von UltraClean- bis Aseptik-Anwendungen.

Harte Dichtungen liegen im Trend

Die neue Dichtung ist für die Stangenmembranventile der D-tec®-Reihe konzipiert, die sich durch einen sehr hohen Kontaminationsschutz auszeichnet. „Seit Markteinführung von GEA D-tec® im Jahr 2015 haben wir die Ventilbaureihe stetig weiterentwickelt und komplettiert“, erklärt Pascal Bär, Produktmanager für die aseptische Ventiltechnik bei GEA. „Mehr und mehr Kunden sehen die Vorteile einer harten Dichtung, die auch Sterilisationsprozesse mit hohen Temperaturen und das Handling aggressiver Medien problemlos meistert. Dafür haben wir das Material der etablierten TEFASEP®-Ventilsitzdichtung aus der Aseptomag®-Ventilbaureihe so verändert, dass auch D-tec®-Ventile mit ihrem breiten Anwendungsgebiet damit ausgerüstet werden können. Wir haben mit TEFASEP® gold einen echten Allrounder geschaffen.“

Fokus auf Prozessanforderungen

Der harte und stabile Materialverbund überzeugt nicht allein durch seine hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit. Seine Robustheit verhindert auch den von anderen Thermoplasten bekannten Kaltfluss und trägt dadurch erheblich zur Prozessstabilität bei. Zusammen mit der Ventilgestaltung sorgt das Material für eine minimale Kontaktfläche zwischen Gehäuse und Dichtung. Die Reinigungsfähigkeit wird dadurch der Prozessanlage erhöht. Im Gegensatz zu einer Elastomerdichtung benötigt der Thermoplast einmalig einen Reinigungszyklus bei 80 °C. Dadurch passt sich der O-Ring dem Ventilsitz an und dichtet das System hermetisch ab. 

Betriebskostenoptimiert

„Wir sind überzeugt, mit TEFASEP® gold eine ideale Kombination aus technischer Leistung und Wirtschaftlichkeit gefunden zu haben. Wir haben die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer eines Ventils bereits bei der Entwicklung der neuen Dichtungsoption berücksichtigt“, stellt Pascal Bär fest.

Die neue Ventilsitzdichtung TEFASEP® gold unterscheidet sich vom bewährten TEFASEP®-Modell visuell durch die bronzen-goldene Farbe und ist für alle Ventiltypen der D-tec®-Baureihe erhältlich. Das Material erfüllt die internationalen Normen der FDA (21 CFR § 177.1550), der EC (1935/2004 sowie 10/2011) und dem 3-A-Standard (Nummer 20 bis 24). Darüber hinaus entspricht TEFASEP® gold den USP-Standards (USP Class IV – 121 °C) und eignet sich damit auch für Anwendungen der Pharmazie und Biotechnologie.

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