Düsseldorf, 30. Mai 2016 – GEA präsentiert auf der diesjährigen IFAT 2016 vom 30. Mai bis 3. Juni 2016 in München auf dem Messestand 427/526 in Halle A1 neue energieeffiziente Einspar- und Optimierungslösungen für die Wasser- und Abwasserbehandlung. Zum Beispiel das vollautomatische Steuerungs- und Regelverfahren GEA varipond®, das ab 2016 für einen Großteil der waterMaster-Dekanter der GEA ecoforce-Serie zur Verfügung steht. Damit ist auch bei schwankenden Zulaufbedingungen eine betriebssichere, energie- und kostensparende Klärschlammaufbereitung in gleichbleibender Konzentration gewährleistet. Eine GEA Innovation, die insbesondere Träger kommunaler Kläranlagen schätzen werden – nicht zuletzt auch wegen der einfach und wirtschaftlich nachzurüstenden Retrofit-Variante.

Vollautomatisch: konstante Klärschlammaufbereitung auch bei schwankenden Zulaufbedingungen

2016.05.31 IFAT Varipond Drawing DE

  • Patentiertes Steuerungs- und Regelverfahren ab 2016 auch für waterMaster-Dekanter der GEA ecoforce-Serie
  • Betriebssicheres, kostensparendes Vorentwässern und Eindicken von Primär- und Sekundärschlamm in gleichbleibender Konzentration auch bei schwankenden Zulaufbedingungen
  • GEA Innovation: variable Teichtiefe mit automatischer Zulaufregelung bei laufender Maschine
  • Energie- und ressourcensparende Vereinfachung der Infrastruktur und Bedienung beim An- und Abfahren ohne Flüssigkeitsdurchschlag an der Feststoffseite
  • Energieeinsatz bis zu 30 Prozent reduziert – Lebensdauer der Anlage erhöht
  • Retrofit-Variante: jederzeit wirtschaftlich nachrüstbar

GEA varipond® lässt Klärwerksbetreiber nicht im Regen stehen

Dort, wo mit zentrifugaler Trenntechnik Klärschlämme aufbereitet werden, muss ein exakter, zuverlässiger Prozessablauf auch bei unterschiedlichsten Bedingungen gewährleistet sein. GEA varipond® ist ein patentiertes Steuerungs- und Regelverfahren, das beim Einsatz von Dekantern eine gleichbleibende Konzentration für nachgeschaltete Prozesse sichert und exakt einhält. „Zum Beispiel beim Vorentwässern und Eindicken von Primär- und Sekundärschlamm im Klärwerksbetrieb – in einem Szenario, das die Betreiber nur zu gut kennen: Ein plötzlicher Wolkenbruch und die Pumpen und Entwässerungssysteme müssen mit Hochdruck arbeiten, um die mit großen Mengen an Feststoffen belasteten Wassermassen zu bewältigen", erklärt Joost Vliegen, Director Product Management Environmental Technology bei GEA. „Hier sorgt ein sofort reagierendes System wie varipond®, das sich blitzschnell auf die veränderten Anforderungen einstellt, für die nötigte Betriebssicherheit."

GEA Innovation: variable Teichtiefe bei laufender Maschine

Um eine gleichbleibende Konzentration bei schwankenden Zulaufbedingungen zu erzielen, mussten bisher Dekanter abgestellt und per Hand mechanischumgebaut werden. Mit varipond® – der Name steht für „variable Teichtiefe“ bei laufender Maschine – haben die GEA Ingenieure eine Prozesslösung entwickelt, die während des Betriebs automatisch die optimale Einstellung der Zentrifuge an geänderte Zulaufbedingungen sicherstellt. Dabei regelt varipond® den Flüssigkeitsspiegel in der Dekanter-Trommel so präzise, dass die Konzentration des eingedickten Feststoffes auf einen konstanten Wert eingestellt und exakt eingehalten werden kann. Optische Sensoren messen den Feststoffgehalt des eingedickten Schlammes, vergleichen ihn mit dem eingestellten Sollwert und die Regelung hält die Konzentration konstant – alles automatisch. Damit ist ein wachfreier Betrieb auch nachts und am Wochenende möglich.

Energieeinsatz bis zu 30 Prozent reduziert – Lebensdauer erhöht

Weitere Pluspunkte: varipond® sorgt mit variabler Teichtiefe für eine Vereinfachung der Infrastruktur und Bedienung beim An- und Abfahren des Dekanters ohne Flüssigkeitsdurchschlag an der Feststoffseite – und das unter Ausnutzung des maximalen g-Volumens von rund 90 Prozent (g-Volumen = Inhalt x Trommeldrehzahl).

Die Installation eines Feststoffschieber mit Verrohrung,welcher verhindert, dass noch nicht entwässerter Schlamm im Feststoffcontainer landet, und Spülwasser für Durchschlagwasser wird nicht langer benötigt. „Durch die Anpassung der g-Zahl an die Zulaufbedingungen und die damit einhergehende Drehzahlreduzierung kann elektrische Energie in einer Größenordnung von bis zu 30 Prozent eingespart werden. Zudem wird der Prozess des An- und Abfahrens ohne Feststoffschieber wesentlich einfacher und günstiger ", sagt Joost Vliegen.

GEA varipond® – so funktioniert's

Dort, wo an der Dekanter-Trommel die geklärte Flüssigkeit austritt, befindet sich eine axial verschiebbare Drosselscheibe, die die Spaltbreite der Durchlassöffnung bestimmt: Kleiner Spalt, größerer Widerstand, niedriger Wasseraustrag, höherer Flüssigkeitsspiegel. Intelligente Sensortechnik erkennt die momentan jeweils nötige Durchlassmenge und regelt die Spaltbreite je nach dem gewünschten Flüssigkeitsspiegel in der Dekanter-Trommel, indem sie die verschiebbare Drosselscheibe bei laufender Maschine in die optimale Position bewegt. Das varipond®-Verfahren sorgt für eine teilereduzierte Infrastruktur des Dekanters sowie für einen bestmöglichen Wirkungsgrad bei deutlich reduzierten Betriebs- und Wartungskosten. Alle nachfolgenden Prozesse werden somit ebenfalls optimiert. 

Retrofit – jederzeit nachrüstbar

Die Steuerungs- und Regeltechnik varipond® von GEA lässt sich problemlos in bereits bestehende waterMaster-Dekanter der GEA ecoforce-Serie integrieren. Das bedeutet: Für jeden Einsatzbereich bietet varipond® eine individuell steuerbare Effizienzsteigerung. „Oft sind es kleinere Investitionen, die einen großen Hebel haben – vor allem auf längere Sicht", sagt Joost Vliegen. „Die Vorteile für den Betreiber liegen auf der Hand: keine Neuanschaffung von Dekantern, keine langen Stillstandszeiten, keine komplette Umrüstung. Durch das Nachrüsten mit varipond® lassen sich Prozess- und Produktoptimierungen realisieren, die früher nur mit großem finanziellen wie arbeitsintensivem Einsatz verbunden waren."

  

Fazit: Effizienzgewinne über den gesamten Lebenszyklus der Anlage

Die mit varipond® zu erzielenden Effizienzgewinne insbesondere in puncto Prozesssicherheit, Produktqualität, Energie- und Ressourcenverbrauch optimieren nachhaltig die Betriebskosten bei der Abwässer- und Klärschlammbehandlung. Eine wertvolle Hilfe, um die Wettbewerbsfähigkeit des Betreibers über den gesamten Lebenszyklus der Anlage zu sichern.

Vorteile auf einen Blick

  • Automatische Zulaufregelung bei laufender Maschine
  • Vereinfachte Infrastruktur für Durchschlagwasser beim An- und Abfahren
  • Energie- und ressourcensparendes An- und Abfahren ohne Flüssigkeitsdurchschlag an der Feststoffseite
  • Einfaches, exaktes Vorentwässern und Eindicken mit stabiler Austragskonzentration
  • Genauigkeit ± 0,3 % TS, stufenlos einstellbar
  • Eindickung ohne Polymer möglich
  • Höchstmögliche Durchsatzleistung des Dekanters
  • Energieeinsparung von bis zu 30 %
  • Optimierung aller nachfolgenden Prozesse
  • Reduzierte Transport- und Entsorgungskosten
  • Geringer Verschleiß, lange Lebensdauer
  • Wartungsfrei
  • Wachfreier Betrieb auch nachts und am Wochenende möglich
  • Jederzeit wirtschaftlich nachrüstbar

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