GEA hat in einer Kooperation General Electric (GE) dabei unterstützt, die Technologie zur Membranherstellung voranzutreiben.

Diese Zusammenarbeit auf dem US-Markt hat vor kurzem zur Entwicklung neuer blisterfreier Umkehrosmose-Membranen geführt, die die Kosten nicht nur für Molkereibetriebe erheblich verringern.

2014 vereinbarten GEA und GE, gemeinsam an der Lösung des Problems von blasenbildenden Umkehrosmose-Membranen in der Milchverarbeitung zu forschen, das die Branche bereits seit einiger Zeit beschäftigt. Umkehrosmose-Membranen sind aufgrund des hohen Drucks, dem sie bei dem Verfahren ausgesetzt sind, besonders anfällig für Blisterbildung. Auch Nanofiltrations- und Ultrafiltrationsmembranen sind davon betroffen.

Diese Blister sind mit dem Risiko behaftet, Mikroorganismen enthalten zu können. Gibt es Auffälligkeiten bei Routinekontrollen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA: United Stated Department of Agriculture), kann dies zur sofortigen Stilllegung der Anlage führen, bis die Membranen ausgetauscht werden. Nicht nur die Membranen selbst sind teuer, auch die Kosten einer ungeplanten Sperrung der Filtrationsanlage können extrem hoch sein. Durch die hohen Kosten sowie dem Imageschaden, der dadurch entstehen kann, ist die Vermeidung von Blistern schon seit 30 Jahren eines der wichtigsten Ziele in der Milchindustrie.

Auf Initiative von GEA begann GE, seine Umkehrosmose-Membranen zu verbessern, um die Blasenbildung zu stoppen. GEA stellte in Kooperation mit einem Kunden Test- und Evaluierungseinrichtungen bereit, sodass die Membranen mit der GEA Ausrüstung über ein Jahr lang unter Betriebsbedingungen laufen konnten. Zu den Anwendungsbereichen zählten das Eindicken von Molke und Verfahren zur Wasserrückgewinnung, wobei während der Testphase mehrere unterschiedliche Membranformulierungen verwendet wurden. Bei der endgültigen Überprüfung konnte nachgewiesen werden, dass sich keine Blister mehr gebildet haben.

„Unsere Kunden hatten, wie viele andere auch, seit längerer Zeit Probleme mit der Blisterbildung von Umkehrosmose-Membranen“, erklärt Mike Roberts, Verfahrenstechniker bei GEA. „Durch Synergieeffekte und die enge Zusammenarbeit mit GE konnten wir eine Lösung erarbeiten, die das Produktangebot von GE ergänzt und dem Unternehmen so einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die Kosten für unsere Kunden werden reduziert und der Gefahr einer Produktkontamination wird vorgebeugt. Und das erfüllt die Anforderungen des US-Landwirtschaftsministeriums – was man nur als positiv bezeichnen kann.“

Roberts bedankt sich bei seinem Kunden für die gute Zusammenarbeit und gratuliert dem Unternehmen GE zu seiner Innovationskraft und Beharrlichkeit bei der Lösung des Problems, das die Branche seit Jahren belastet. „Wir waren in der Vermittlerrolle“, so Roberts. „Der Kunde nutzte unser Equipment und unser Prozess-Know-how. Das ist ein Beleg dafür, dass gute Zusammenarbeit herausragende Erfolge möglich macht.“

Fred Liberatore, Global Commercial Director bei GE erklärt: „Die Zusammenführung der Technologie von GE mit dem Verfahrenswissen von GEA, um Produktkontaminationen zu reduzieren, liegt in jedermanns Interesse, besonders in dem der Verbraucher.“

Die verbesserten blisterfreien Umkehrosmose-Membranen sind seit November 2016 bei GE erhältlich.

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