Der Maschinenbaukonzern GEA stellt auf der diesjährigen EuroTier (15. bis 18. November 2016, Hannover) smarte Technologien im Bereich der Automatisierung und Sensorik für die Milchproduktion vor. Sie sollen die Kunden dabei unterstützen, Tiergesundheit, Produktqualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit zu steigern – und ein derzeit schwieriges Marktumfeld zu meistern. Zentral für die Ideen der GEA Produktentwickler ist die intelligente Vernetzung von Betriebs-, Stall-, Herden- und Gesundheitsmanagement.

Patentierte Neuheit: Sensortechnik erkennt Mastitisverdacht während des Melkens

Mit dem CMIQ-Monitoring präsentiert GEA das weltweit erste System, das Mastitis auf Viertelebene in Echtzeit frühzeitig erkennt. Der CMIQ-Sensor erfasst die Milchzusammensetzung je Viertel und Tier während des gesamten Melkprozesses, analysiert und vergleicht vorliegende Daten in kürzester Zeit. Dadurch kann der Landwirt sofort nach dem Melken reagieren: erkrankte oder gefährdete Tiere automatisch selektieren, Therapien und Verläufe der Laktationsperioden kontrollieren und das Tiermanagement anpassen. Im Ergebnis verbessert die CMIQ-Sensortechnologie nachweislich die Herdengesundheit bei weniger Arbeitseinsatz. GEA wird das System für die automatischen Melksysteme DairyProQ und Monobox im Jahr 2017 auf den Markt bringen.

GEA DairyNet: erfolgreiche Partnerschaft von GEA und 365FarmNet trägt neue Früchte

GEA DairyNet bietet dem milchviehhaltenden Betrieb ein webbasiertes Herdenmanagementsystem, das die Herde in spezifische Fütterungsgruppen einteilt. Es ist ein wichtiger Teil der 365-FarmNet-Plattform, mit deren Hilfe Landwirte erstmalig Betriebsprozesse aus der Rinderhaltung und dem Pflanzenbau dokumentieren, auswerten und steuern können. Im neuen Konzept 365Feeding verknüpfen die Partner GEA, fodjan und 365FarmNet ihr Know-how, um die Fütterung optimal an das Leistungspotenzial der Tiere anzupassen. Dadurch wird die Herde gesünder und leistungsfähiger.

Einen Überblick über alle betrieblichen Abläufe erhalten Landwirte nun auch direkt auf ihr Smartphone durch die 365ActiveBox mit der 365Time App. Die mobile Software basiert auf einer SmartSensor-Technologie. Sie sendet Daten z. B. über Arbeits- und Maschinenzeiten, Temperaturen und Tiergewicht direkt an den Milchviehhalter, der dann steuernd eingreifen kann.

Automatische Melksysteme von GEA weiter auf dem Vormarsch

GEA DairyProQ, das automatisierte und modulare Melkkarussell, ist nach erfolgreichen Pilotprojekten bereits in mehr als 500 Melkplätzen in Betrieb und wird nun in Serie produziert. Gute Neuigkeit: GEA bietet seinen Kunden eine Gewährleistungsverlängerung von bis zu fünf Jahren für das DairyProQ-System. GEA hat das Design inzwischen weiter optimiert, um einen schnellen Service für die Melkplatzmodule zu ermöglichen.

Auch das jüngste Mitglied der Automatisierungsfamilie, die GEA Monobox, wird im Markt sehr gut angenommen. Seit März 2016 hat GEA mehr als 200 Einzelboxen in 15 Länder verkauft. Die GEA Monobox erledigt im Unterschied zu marktgängigen Produkten alle zum Melken zugehörigen Prozesse in einem Ansetzvorgang. Hier integriert ist auch das Apollo-System zum automatischen Dippen im Melkbecher, dessen Lebensmittelsicherheit jüngst testiert wurde.

GEA Apollo-System von führenden Molkereien anerkannt

Das Apollo-System, eine von GEA speziell entwickelte Technologie zur Steigerung der Eutergesundheit und Mastitisprävention, garantiert automatisierte Abläufe mit höchster Prozesssicherheit und bester Michqualität in automatischen sowie konventionellen Melksystemen. Durch das sorgfältige Dippen und die Zwischendesinfektion des Melkzeuges können Mastitis-Erreger und somit Neuinfektionen nicht übertragen werden. Unabhängige Gutachten haben dem System die hundertprozentige Lebensmittelsicherheit bestätigt. Führende Milchproduzenten – darunter Arla Foods und der niederländische Molkereiverband Nederlandse Zuivel Organisatie (NZO) – haben GEA deshalb bereits exklusive Vertriebsgenehmigungen in einigen Ländern erteilt.

GEA MixFeeder WIC: Wie intelligent sind automatische Fütterungssysteme?

Seit Juli 2016 rüsten GEA Produktentwickler den bewährten MixFeeder mit der Steuerungssoftware WIC (Wireless Integrated Control) aus. Das WIC-System vernetzt Rohfuttermagazine und Silos und kontrolliert die einzelnen Arbeitsschritte vollautomatisch – vom präzisen Einwiegen und Mischen der Futterkomponenten je nach Futterplan und Vorlagevorgabe bis hin zur zeitgesteuerten Gruppenfütterung. Mit dem MixFeeder WIC erhalten alle Tiergruppen individuell und exakt den Futtermix, der für ihren Leistungsstand erforderlich ist. Die WIC-Software ist über PC oder Touchpanel ortsunabhängig steuerbar.

GEA komplettiert automatisierte Stallausrüstung mit FRone

Anstelle des Landwirts schiebt beim vollautomatischen Futterschieber GEA FRone ein Roboter Futter vor das Fressgitter – und spart ihm wertvolle Arbeitszeit. Dadurch haben Kühe unabhängig von der Rangordnung stets Zugang zu frischem Futter. Im Ergebnis fressen sie öfter, bleiben gesund und leistungsfähig. Neben der Arbeitserleichterung wird durch kontinuierliches Nachschieben weniger Futter verschwendet und die Produktivität gesteigert.

Spaltenschieber SRone bekommt Premiumausstattung SRone+

GEA hat kürzlich den Spaltenschieber SRone+ auf den Markt gebracht, der für Gänge bis zu 12.000 Quadratmetern mit komplexem Grundriss entwickelt ist. Neben vielen Spezialfunktionen verfügt er über eine Hightech-Ausrüstung mit Gyroskop, umfangreicher RFID/TAG-Sensortechnik und massiven PUR-Rädern. Technische Grundlage für die Premiumvariante SRone+ ist der bewährte SRone, der bei einfacheren Stall-Layouts eingesetzt wird und ohne Programmieraufwand startet.

Mehr erfahren Sie auf unserer EuroTier-Pressekonferenz am Dienstag, dem 15. November 2016, um 11:00 Uhr in Saal 13/14 des Convention Centers der Hannover Messe.

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