Der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern GEA hat seine vorläufigen Jahreszahlen 2016 sowie den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2017 veröffentlicht. Der Auftragseingang wurde demnach insbesondere durch ein sehr gutes Wachstum im Bereich Nahrungsmittel auf 4.674 Mio. EUR gesteigert.

Der Umsatz ging, wie zuletzt im Oktober 2016 prognostiziert, moderat auf 4.492 Mio. EUR zurück. Das operative EBITDA des Konzerns belief sich mit 566 Mio. EUR ebenfalls auf die im vergangenen Herbst erwartete Größenordnung. Beim operativen Cash-Flow-Treiber hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wert von 9,5 Prozent vom Umsatz erzielt.

„Im Geschäftsjahr 2016 entwickelten sich die geopolitischen Rahmenbedingungen sehr volatil. Zwar hat unsere neue Konzernstruktur über das Jahr hinweg immer mehr an Fahrt gewonnen und GEA so dabei geholfen, uns in diesem herausfordernden Marktumfeld zu behaupten oder auch Schwellenländer besser zu erschließen. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten werden sich aber auf absehbare Zeit und damit auch im laufenden Geschäftsjahr 2017 nicht verringern“, erklärte Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender von GEA. „Wie sich unsere Märkte im Einzelnen entwickeln werden, ist daher zum aktuellen Zeitpunkt schwer vorhersehbar. Insbesondere bevorstehende sowie kürzlich stattgefundene Wahlen in wichtigen Absatzmärkten machen zukünftige politische Rahmenbedingungen und deren wirtschaftlichen Einfluss kaum einschätzbar. Darüber hinaus fallen auch die Prognosen wichtiger Nahrungsmittelproduzenten derzeit zurückhaltender aus als noch für 2016. Um uns auch angesichts der aktuellen Herausforderungen möglichst gut zu rüsten, haben wir bereits verschiedene neue strategische Projekte zum Beispiel im Bereich Fertigungsnetzwerk initiiert, die wir aktuell im Detail ausarbeiten.“ 

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 strebt GEA ein moderates Umsatzwachstum, ein operatives EBITDA zwischen 620 und 670 Mio. EUR sowie eine operative Cash-Flow-Treiber-Marge vor Investitionen in strategische Projekte zwischen 8,5 und 9,5 Prozent an. Dieser Ausblick steht unter der Voraussetzung, dass es zu keiner Abschwächung des Weltwirtschaftswachstums und keinen wesentlichen nachteiligen Währungseinflüssen kommt. Ferner basiert der Ausblick auf der Annahme, dass es keine deutliche Abschwächung der Nachfrage aus einer relevanten Kundenindustrie bzw. Verschiebungen zwischen den Kundenindustrien gibt, die einen negativen Margeneinfluss haben.

Bereits am Montag hat der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ab dem 1. März 2017 eigene Aktien im Wert von bis zu 450 Mio. EUR über den Zeitraum von einem Jahr zurückzukaufen, um diese anschließend einzuziehen.

Alle Zahlen des Geschäftsjahres 2016 sind vorläufig und daher noch nicht testiert. Die Jahresabschlüsse des GEA Konzerns und der GEA Group Aktiengesellschaft müssen nach Aufstellung durch den Vorstand noch vom Aufsichtsrat geprüft und gebilligt werden. Der Geschäftsbericht mit dem Konzernlagebericht und dem Konzernabschluss wird am 10. März 2017 auf der Internetseite der GEA veröffentlicht.

GEA legt vorläufige Jahreszahlen vor und beschließt Aktienrückkauf
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