Düsseldorf, 26. Juli 2017 – GEA hat mit einem Auftragseingang von 1.241 Mio. EUR einen neuen Höchstwert für ein zweites Quartal erreicht. Das Wachstum um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert ist vor allem auf eine gestiegene Anzahl an Großaufträgen zurückzuführen. So gewann GEA in den Monaten April bis Juni fünf Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 136 Mio. EUR. Bei dem größten Projekt handelte es sich um einen Auftrag aus der Getränkeindustrie in Kanada. Außerdem konnte GEA zwei Kaffee-, ein Molkerei- und ein Pharmaprojekt für sich entscheiden. Mit Blick auf die Kundenindustrien von GEA entwickelte sich der Auftragseingang insgesamt vorwiegend im Nahrungsmittel-, Milchproduktions- und Pharma/Chemie-Bereich
erfreulich.

Beim Umsatz hingegen verzeichnete das Unternehmen eine leicht rückläufige Entwicklung. Der Umsatz erreichte im zweiten Quartal einen Wert von 1.138,5 Mio. EUR und damit 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch wenn die Umsatzzahlen im Bereich Milchproduktion und Nahrungsmittel zulegten, war es besonders das gesunkene Volumen der Kundenindustrien Pharma/Chemie sowie Öl und Gas, das die Umsatzentwicklung von GEA negativ beeinflusste. Regional betrachtet, wuchs der Umsatz in Nordamerika sowie in Westeuropa, Naher Osten & Afrika.

Das Working Capital konnte GEA durch gezielte Optimierungsmaßnahmen in den letzten drei Monaten um über 50 Mio. EUR auf 706 Mio. EUR deutlich senken.

Das operative EBITDA lag im zweiten Quartal um etwa 23 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang war im Wesentlichen auf die Business Area Solutions zurückzuführen. Dort wirkten sich hauptsächlich Volumenund Margenmixeffekte negativ aus. Die Business Area Equipment steigerte hingegen ihr operatives EBITDA sowie die entsprechende Marge vor allem durch ein erfreuliches Umsatzwachstum.

„Zwar haben wir im zweiten Quartal nicht alle Werte erreichen können, die wir uns vorgenommen hatten und mussten deshalb letztendlich auch unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 anpassen“, so Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender von GEA. „Der gute Auftragseingang und die Großaufträge aus verschiedenen Kundenindustrien zeigen jedoch: Unser breit aufgestelltes Portfolio zahlt sich aus und es hält auch für die Zukunft weiteres Entwicklungspotenzial bereit.“

IFRS-Kennzahlen von GEA

(in Mio. EUR) Q2 2017 Q2 2016 Veränderung in % Q1-Q2 2017 Q1-Q2 2016 Veränderung in %
Ertragslage
Auftragseingang 1.241,1 1.222,1 1,6 2.377,1 2.366,4 0,5
Umsatz 1.138,5 1.156,9 -1,6 2.142,4 2.098,1 2,1
Operatives EBITDA1 122,4 145,2 -15,7 218,8 239,1 -8,5
in % vom Umsatz 10,8 12,6 10,2 11,4
Operatives EBIT1 101,9 125,2 -18,6 178,2 199,5 -10,7
in % vom Umsatz 8,9 10,8 8,3 9,5
EBIT 78,7 108,2 -27,3 142,3 167,2 -14,9
Vermögenslage
Working-Capital-Intensität in % (Durchschnitt der letzten 12 Monate) 16,1 13,2 16,1 13,2
Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (-) 343,7 613,8 -44,0 343,7 613,8 -44,0
Finanzlage
Operative Cash-Flow-Treiber-Marge2 7,0 11,1 7,0 11,1
ROCE in % (Goodwill angepasst)3 15,1 19,7 15,1 19,7
Mitarbeiteräquivalente (Stichtag) 17.093 17.153 -0,3 17.093 17.153 -0,3
Aktie
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,29 0,43 -31,7 0,58 0,61 -4,4

  1. vor Effekten aus Kaufpreisallokationen und Bereinigungen
  2. operativer Cash-Flow-Treiber = operatives EBITDA – Sachinvestitionen + Bereinigung Investitionen in strategische Projekte – Veränderung Working Capital (Durchschnitt der letzten 12 Monate)
  3. Capital Employed ohne Goodwill aus dem Erwerb der ehemaligen GEA AG durch die ehemalige Metallgesellschaft AG im Jahr 1999 (Durchschnitt der letzten 12 Monate)

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