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Urbanisierung

Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und ist für über 70 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Da die Urbanisierung rasch voranschreitet, muss sie nachhaltiger gestaltet werden.

Prognosen zufolge werden bis 2050 6,3 Milliarden Menschen in Städten leben. Diese Zahl entspricht nahezu der gesamten Weltbevölkerung aus dem Jahr 2002. Stadtbewohner werden demnach zwei Drittel ausmachen, wenn die Erdbevölkerung die erwartete Marke von neun Milliarden erreicht hat – heute ist es nur die Hälfte.

Auch wenn die neuen und wachsenden Städte auf zukünftigen wirtschaftlichen Wohlstand hindeuten und Millionen von Menschen eine erhöhte Lebensqualität bieten, wird die Belastung für die Umwelt steigen, solange sich der Urbanisierungsprozess nicht verändert.

Laut WWF werden wir im Jahr 2030 zwei Erden brauchen, wenn wir die Ressourcen weiterhin in gleichbleibendem Maß ausschöpfen. In seinem „Living Planet Report 2012“ warnt der WWF vor einer einseitigen Selbstbedienung, um der Nachfrage nach Lebensmitteln, Energie, Wohnraum, Verkehr sowie sonstigen Gütern und Dienstleistungen gerecht zu werden, da dies zu einer ernsten Belastung des Ökosystems führen wird.

Erschreckenderweise erklärt der Bericht: „Den jüngsten verfügbaren Daten des Jahres 2008 zufolge überstieg unser ökologischer Fußabdruck die Biokapazität der Erde – die Fläche an Land und produktiven Meeren, die zur Produktion erneuerbarer Ressourcen und zur Neutralisierung von CO2-Emissionen zur Verfügung steht – um mehr als 50 Prozent.” Der Bericht beschreibt, wie der ökologische Fußabdruck eines Menschen von einer Reihe von Faktoren abhängt, darunter der Wohnort, die verbrauchte Menge an Gütern, Dienstleistungen und Ressourcen sowie der produzierte Abfall. Zum Vergleich: Entspräche unsere Lebensweise im Durchschnitt der eines Indonesiers, würden wir laut Bericht nur zwei Drittel der Biokapazität der Erde verbrauchen. Folgt hingegen jeder dem Lebensstil eines Durchschnittsamerikaners, bräuchte man vier Erden, um unseren jährlichen Bedarf an Naturgütern wieder zu erneuern.

Während der Anstieg der Urbanisierung unaufhaltsam ist, wird ihre zukünftige Gestaltung glücklicherweise ernsthaft diskutiert. „Es geht nicht darum, ob, sondern wie die Verstädterung voranschreitet“, sagte Dr. Michail Fragkias von der Arizona State University. „Das heutige Muster der Städteausdehnung birgt leider hohe Risiken für die Menschheit aufgrund von Umweltproblemen.“ Dr. Fragkias ist einer von 3.000 Wissenschaftlern und Umweltexperten, die an der Konferenz „Planet Under Pressure“ teilgenommen haben. Während der Konferenz in London im März 2012 wurden die neuesten Forschungsergebnisse zum Zustand des Planeten geprüft und mehrere praktische Lösungen empfohlen. Dazu gehörten eine Reihe von Nachhaltigkeitszielen für alle Nationen, die Schaffung eines UN-Rates für nachhaltige Entwicklung zur weltweiten Integration von Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik, ein internationales Forschungsprogramm sowie die Bestellung regelmäßiger globaler Nachhaltigkeitsanalysen.

„Im vergangenen Jahrzehnt sind wir zu einer stark vernetzten Gesellschaft geworden und wir fangen an zu begreifen, dass dieser neue Zustand für rasche Innovationen genutzt werden kann“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Konferenz, Dr. Mark Stafford Smith. „Wir müssen für einen freieren Zugang zu Wissen sorgen und aufhören, das BIP als einzigen Maßstab für Fortschritt zu betrachten. Wir brauchen eine neue Art der internationalen Zusammenarbeit, die dem 21. Jahrhundert angemessen ist.”

Die Vorschläge wurden in eine „State of the Planet Declaration“ eingebracht, die beschreibt, wie die aktuellen internationalen Einrichtungen an der Bewältigung der langfristigen Probleme wie Klimawandel und Verlust der biologischen Vielfalt scheitern. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte, die Veröffentlichung des Dokuments kam genau rechtzeitig, nämlich zwei Monate vor der UN-Konferenz zur nachhaltigen Entwicklung Rio+20, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattfand. Dort erneuerten Staatsoberhäupter und hochrangige Vertreter ihr Versprechen einer nachhaltigen Entwicklung und der Förderung „einer nachhaltigen Zukunft - für unseren Planeten und für gegenwärtige und künftige Generationen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht sowie im Hinblick auf die Umwelt“.

Im September setzte die UN ein „Sustainable Development Solutions Network“ ein, das Wissenschaftler, technische Experten und Unternehmer zusammenbringt, um die dringlichsten Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsprobleme anzugehen. Es wurden zehn globale Expertengruppen eingerichtet, die zur Problemlösung in zahlreichen kritischen Bereichen beitragen sollen, darunter Wirtschaftswachstum, Armutsbekämpfung, Zugang zum Gesundheitswesen und Übergang zu kohlenstoffarmen Energien.


Dauerhafte Siedlungen

Neue Technologien sind immer ein wichtiger Teil der Urbanisierung gewesen. Die ersten Städte waren das direkte Ergebnis des Fortschritts in der Landwirtschaft und im Verkehr. Früher waren Siedlungen eher temporärer Art. Sie währten, solange der Boden eine reiche Ernte hergab. Dann brach die Sippe auf und zog an einen anderen Ort.

Mit dem Fortschritt der landwirtschaftlichen Möglichkeiten konnten die Landwirte einen Überschuss an Lebensmitteln produzieren, der in die Städte transportiert werden konnte. Da Städte früher oft angegriffen wurden, waren sie für gewöhnlich von Mauern und Türmen umgeben. Die Reichen und Mächtigen lebten im Zentrum, während die Ärmeren weiter draußen wohnten, manchmal sogar außerhalb der Stadtmauern. Von vielen antiken Städten, zum Beispiel in Ägypten, Mesopotamien und im Tal des Indus, glaubt man, sie wären nach einem Plan gebaut. Die Ehre, die Stadtplanung erfunden zu haben, gebührt jedoch dem griechischen Architekten Hippodamus. Er entwarf etwa 407 v. Chr. die Stadt Miletus in der heutigen Türkei, indem er ein Raster anwendete. Dieser Stil wurde für andere griechische und auch römische Städte kopiert.

Als sich die Städte entwickelten und zu zentralen Märkten wurden, kamen die Menschen in Scharen, in der Hoffnung auf bessere Arbeit und eine höhere Lebensqualität. Städtische Zentren zogen Menschen von weither und aus allen Gesellschaftsschichten an, sodass eine gemischte Bevölkerung entstand.

Den größten Aufschwung erfuhr die Urbanisierung jedoch durch die industrielle Revolution, als Menschen in noch nie dagewesener Zahl vom Land in die Stadt zogen, um in den neuen Fabriken zu arbeiten. Leider führten die Beschäftigungsbedingungen nicht zwangsläufig zu einem höheren Lebensstandard. Im 19. Jahrhundert lebten viele der neuen Industriearbeiter in überfüllten Elendsvierteln und atmeten die verschmutzte Luft aus den Fabriken ein.

Mit der Zeit erkannten Regierungen und städtische Behörden, dass die Stadtentwicklung besser kontrolliert und für die Arbeiter eine gesündere Umwelt geschaffen werden müsse. Ein frühes Beispiel moderner Stadtplanung ist die Neugestaltung der Stadt Paris in den 1850er-Jahren durch Baron Georges-Eugène Haussmann. Er ließ Teile der alten Stadt abreißen und baute breite Boulevards. Er bestimmte Regeln für Hausfassaden, öffentliche Parks, Bauwerke, die Kanalisation und das Wasserwerk. Währenddessen entwarf der Ingenieur Ildefons Cerdà in Barcelona einen Stadtausläufer, der aus 550 gleichartigen Blocks bestand, die um zentrale Gärten herumgebaut wurden. Im frühen 20. Jahrhundert versuchte man in Großbritannien, das städtische Leben durch den Bau sogenannter „Gartenstädte“ zu verbessern. Dies waren speziell entworfene Städte, die Grünflächen enthielten.

Als die Urbanisierung im 20. Jahrhundert weiter rapide voranschritt, führte dies zu einem neuen Phänomen – der Vorstadt. Die neuen Außenbezirke boten zumeist den Ärmsten ein Heim, während die Reichen alle Vorteile des Lebens in den pulsierenden Stadtzentren genossen. Diese Entwicklung kehrte sich jedoch in den 1950er- und 1960er- Jahren in den USA um, als die betuchten Bevölkerungsschichten nach größeren und besseren Grundstücken außerhalb der Städte suchten, denn sie konnten sich den Arbeitsweg selbstverständlich leisten. Dieser Trend wiederholte sich seither in anderen Ländern.


Landwirtschaftsbetrieb der Zukunft

Wenn die Weltbevölkerung im Jahr 2050 die erwartete Marke von neun Milliarden erreichen wird, braucht man eine zusätzliche Fläche von der Größe Brasiliens, um genug Ernteerträge zu erwirtschaften.

Und da der Großteil der Bevölkerung in Städten lebt, haben Experten erkannt, dass sich die derzeit übliche Praxis in der Landwirtschaft ändern muss. Eine mögliche Lösung stellt die vertikale Farm dar, bei der Lebensmittel in und auf städtischen Gebäuden angebaut werden.

Einst als Science Fiction bezeichnet, werden vertikale Farmen zur Realität, wie jene in einem umgebauten Fleischverpackungswerk in Chicago. Bislang gibt es dort fünf Pächter, deren Produkte an lokale Märkte und Restaurants verkauft werden.

Allerdings ist dies keine Lösung für die Unterbringung von Milchkühen und anderen großen Viehbeständen. GEA Farm Technologies, ein führender Anbieter von Lösungen und Systemen für die Milchproduktion und Viehwirtschaft, könnte eine Antwort auf die Frage haben, wie man Milchwirtschaft nachhaltiger macht.

Das Unternehmen hat eine ganzheitliche Vision eines landwirtschaftlichen Betriebs der Zukunft entwickelt, die sämtliche Tätigkeiten die Milchbetriebs von der Tierfütterung und Milchproduktion, über Automatisierung und Müllsammlung bis hin zu Schulung, Wartung sowie Energie- und Wasserverbrauch umfasst.

Norm Schuring ist Vice President des Konzepts „Farm of the Future“ bei GEA Farm Technologies. Er sagt, die große Herausforderung für die Landwirte bestünde darin, eine ausreichende Menge an qualitativ hochwertiger Milch vor dem Hintergrund steigender Kosten für Futtermittel, Energie und Boden zu produzieren.

„Landwirte suchen nach Systemlösungen, die ihre Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit erhöhen können“, erklärt Schuring. Der Fokus von GEA Farm Technologies liegt auf der Erforschung und Entwicklung neuer und kreativer multifunktionaler Prozesse, die zu mehr Umsatzerlösen für die Betriebe führen. Energieproduktion, Düngemittel aus Abfall und Dung sowie Wasseraufbereitung und –recycling sind Prozesse, die Umsätze steigern und Kosten reduzieren können.

GEA Farm Technologies kann das Fachwissen und die Technik bereitstellen, die landwirtschaftliche Betriebe in die Lage versetzen, die steigende Nachfrage nach Milchprodukten nachhaltig und zukunftsorientiert zu decken.




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